Eiszeit

von Sarah Calörtscher

Auf dem Hockeyfeld der Eisarena wird ein rasantes Spiel gespielt. Am Ende der Eishockey-Saison treten zwei Hockeyclubs gegeneinander an, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der ASC Icebreakers trifft auf den HC Mammut. Die Icebreakers haben bereits alles erreicht, was es in der Saison zu erreichen gibt, sie wollen vor allem die Talent-Scouts beeindrucken. Die Mammuts müssen das Spiel gewinnen, denn sonst droht der Abstieg und alles ist aus.

Doch das Eis schmilzt. Es entbrennt ein Wettstreit um die Zukunft, gegen das Schmelzwasser. Wie lange noch kann das offensichtliche Problem übersehen werden? Fans, Coaches, Eltern, Talent-Scouts, Sponsor:innen und die jungen Sportler:innen verfolgen ihre eigenen Interessen: die eigene Karriere am Laufen halten, die finanziellen Probleme der Vereinskasse vertuschen oder herausfinden, was mit dem verschwundenen Eisbärmaskottchen passiert ist. Währenddessen wird das Spiel auf dem Eis immer dramatischer.

In der Eisarena wird eine Geschichte gezeigt, die nicht nur Menschen betrifft, denen das Hockeyfeld vertraut ist. Das Stück besteht aus schnellen Wechseln und bringt Powerplay auf das schmelzende Eis. «Eiszeit» ist eine seltsame Parabel über unseren Umgang mit der Klimakrise, eine Höchstleistung im Wegschauen und Ablenken, eine Meisterschaft im Ausreden finden und Argumente verdrehen. Doch hier fängt der Spass erst an. Am Ende gibt es keine Ausreden mehr und kein Stein bleibt auf dem anderen. Die Theaterproduktion «Eiszeit» entstand als generationenübergreifendes Projekt. Beteiligt sind ein Spielclub des Theater Basel, das ex/ex theater und die Autorin Sarah Calörtscher.

Historie des Stücks

  • Theater Basel ex/ex theater Regie: Olivia Ronzani 2026