Zum goldenen Rad

von Paul Steinmann


Ein Bauerndorf zwischen Abwanderung und Fortschritt... mit Menschen, die leben, arbeiten, lieben, streiten, regieren, intrigieren, für das Allgemeinwohl schwadronieren, aber nur auf den persönlichen Vorteil bedacht sind, Verblendungen zum Opfer fallen, vom besseren Leben träumen, glauben und in ihrem Glauben gelassen und ausgenutzt werden... eine dörfliche Gemeinschaft in politischer, sozialer und wirtschaftlicher Wendezeit, die zwar Neues bringt, aber auch Gewachsenes aufzulösen beginnt. So prallen Wunsch und Wirklichkeit, Welt und Dorf, Trauriges und Lustiges dramatisch aufeinander... Gewolltes und Erreichtes stehen in so tragikomischem Widerspruch, dass wir sogar über bitterböse Wahrheiten schmunzeln und lachen!

«Die Komödie macht Spass und die Spannung hält bis zum Schluss. Das Publikum unterhielt sich bestens. Aber das Lachen dürfte zwischendurch dem einen oder anderen im Saal eher schwergefallen sein, denn das Ganze erinnert oft an die Realität, die man lieber verdeckt. Zum Goldenen Rad ist voll von Ironie, in einigen Szenen fast sarkastisch. Zum Beispiel, wenn sich der Eisenbahndirektior inkognito mit dem Gemeindeammann trifft, um über die Zukunft der Bahnstation zu beraten.»
01.11.93, AT/BT/FT Aarau/usc