Tredeschin ist die Geschichte eines 13. Sohnes, der sich auf die Suche nach dem großen Glück begibt. Indem er dem König hilft, gestohlenen Besitz zurückzuerobern, bekommt er am Schluss das Königreich und die schöne Prinzessin. So die Kurzfassung des bekannten Engadiner Märchens, doch das Stück TREDESCHIN REX spürt der Geschichte hinter der Geschichte nach:
«Das alte Märchen ‹Tredeschin›, oft erzählt, viel geliebt: Der Nachzügler einer mausarmen Grossfamilie gewinnt eine Prinzessin für sich, indem er für den König von Frankreich ein Pferd, eine Brokatdecke und einen Papagei aus den Fängen der Türken rettet. Einige Fragen blieben allerdings bis heute unbeantwortet: Woher kann Tredeschin Türkisch und Französisch? Trinken Türken Wein? Woher weiss Tredeschin jeweils, dass er in einem Jahr zurückkehren wird, und wenn er es schon grosspurig verkündet, weshalb schaut in der Türkei keiner auf den Kalender? Wie verwendet man eine Strickleiter, wenn man ein Haus nicht hinunterklettern soll, sondern hinauf? Was hält der sprechende Papagei davon, dass der französische König erst den Schimmel und eine schnöde Decke reimportieren lässt und an ihn zuletzt denkt? Und weshalb darf Tredeschin nach all den überstandenen Abenteuern nicht frei entscheiden, ob er lieber die Prinzessin oder das Vermögen haben möchte, sondern ungefragt verheiratet? Diesen und anderen Fragen geht das Stück nach, das daher auch heissen könnte: ‹Die wahre Geschichte des Tredeschin Rex›.» (Tim Krohn)