Seltene Enten

von Jens Nielsen

Die Klientin wohnt prekär. Im vierten Stock von fünf. In der Wohnung habe es geregnet, sagt sie dem Betreuer, der wie jede Woche zu Besuch kommt. Doch er kann sie nicht von ihrem Wahn befreien. Er wird mit hineingerissen in die Wirklichkeit, die sie heraufbeschwört. Ihre Wohnung dehnt sich aus. Es blitzt und donnert über ihnen.

Schuld an allem sei der Igel, den die Frau am Morgen vorgefunden hat im Bad. Sie versucht darum, herauszufinden, wo der Igel herkommt. Der Betreuer hilft ihr. Skeptisch erst, dann überzeugt. Und bald fällt alles aus der Ordnung.

Ist die Sintflut aufzuhalten? Gibt es draussen noch die Welt, wie wir sie kennen? Ist in Wahrheit diese Frau Betreuerin und der Betreuer ihr Klient? Wo sind eigentlich die Nachbarn? Hat der Igel eine Störung? Warum muss der zweite Teil des Abends vor dem ersten Teil stattfinden?

Fulminantes literarisches Theater mit ein wenig Wasser

Historie des Stücks

  • sogar theater, Zürich Regie: Ursina Greuel