Eine schlammige, kaum verständliche Gestalt taucht vor dem Palasttor auf und behauptet die Richtige zu sein. Das bringt das Gefüge der Palastwelt auf humorvolle Art ins Wanken. Der Palast erweist sich als eine absurde Konstruktion, halb Mördergrube, halb Kindergarten.
ERBSE setzt sich auf erfrischende und freche Art mit H.C. Andersens Erzählung «Die Prinzessin auf der Erbse» auseinander. Der Text schüttelt und rüttelt das bekannte Kunstmärchen kräftig durch: bei Andersen ist die Erbse das heimliche Indiz für die Feinfühligkeit einer Frau und offenbart, ob sie eine wirkliche Prinzessin ist. Bei Teuwissen aber erscheint die Erbse als Instrument einer ironisch-anarchistischen Entlarvung. Die «Richtige» lässt sich nicht testen, sondern agiert kräftig und eigenwillig im Spiel um Würde und Macht. (Schalktheater)