Dummweg, das Hermelin

von Jürg Laederach

Fräulein Stefan ist allein. Die Stahl ist wieder mal nicht da. Und Dummweg, das Hermelin, hält die Wohnung besetzt, eine Wohnung, die sich ständig zu verändern scheint. Laederach lässt in diesem Monolog sämtliche Sicherheiten über Raum, Alter und Zeit verschwinden. Ist es eine Figur, die spricht, und ist es wirklich eine Frau? Räume scheinen sich zu weiten und zu verengen. Eine verwirrte Person spricht klarsichtig von den Nöten des Körpers, der überfallen wird und wider Willen Lust verspürt. Es sind Visionen einer schusseligen Seherin, die Erlebnisse verarbeitet, von denen sie kaum reden kann.

Historie des Stücks

  • Theaterkollektiv Studio am Montag, Bern UA Regie: Norbert Klassen 1983