Die Schokoladenwaffenfabrik bietet einen exklusiven Einblick in den Entstehungsprozess ihrer sagenumwobenen Kreationen und lüftet bislang streng gehütete Geheimnisse. Während sich eine unglaubliche, von Abenteuer und Erfindungsgeist geprägte Geschichte entrollt, zeigen die entzückenden Fabrikarbeiter*innen wie Schritt für Schritt weltberühmte Süssigkeiten entstehen, die Gewalt- und Genussmittel in einem sind…
Die Verschmelzung zweier kontroverser Industriezweige erzeugt eine skurrile Anlage, die sinnbildlich für die gewaltvollen Zusammenhänge und postkolonialen Verflechtungen steht, die „die Schweiz“ herstellen. Mechanismen von Unterdrückung und Verdrängung materialisieren sich in einer komischen, bitter-bösen Show zwischen Heidiland und Horrortrip, zwischen Kinderspiel und Kriegsschauplatz.
DIE SCHOKOLADEN-WAFFEN-FABRIK ist die erste Zusammenarbeit von Philippe Heule und Michela Flück. Der Autor/Regisseur und die Bühnen- und Kostümbildnerin wünschen sich ein poetisch-politisches, aberwitziges Theater, das imaginierte Bilder und Vorgänge als Ausgangspunkt betrachtet und eine gleichberechtigte Begegnung von Raum, Körper, Text und Material anstrebt.
Historie des Stücks
- Rote Fabrik, Zürich Regie: Philippe Heule 2021