28.5.2026

Anna Frey

MOODBOARD: Anna Frey
NIK0445 4

Was siehst du von deinem Arbeitsplatz aus?

Arbeitsplatz Anna

Welche Nachricht hast du als letztes verschickt?

«Meine Frage ist, ob ich ein Verlängerungskabel einpacken soll.»

Ungewöhnlichster Ort zum Schreiben:

Alle Orte, an denen ich nicht alleine bin. Vor allem am Frühstückstisch mit meiner Familie.

Was kann Dramatik – und was kann sie nicht?

Dramatik kann uns zeigen, dass wir aufeinander angewiesen sind. Und dass das angenehm sein kann. 

Wenn sie es zu sehr will, kann sie es nicht.

Welchen Satz hast du als letztes aus deinem Stück gestrichen?

«Bevor dieses Haus stand, war es unvorstellbar.»

Gegenwartsdramatik in der Schweiz schreiben fühlt sich an wie –

ein Abenteuer. Mit Aufbruch, Angst, Gefahr, Krampf und Freude.

Von was sollte es mehr geben – so ganz grundsätzlich?

Mitgefühl

Was ist besser geschrieben als gesagt?

Ein wissenschaftlicher, theoretischer Text.

Wie bist du am Theater gelandet und wie war die Landung?

Als Kind in der Zirkusmanege. Als natürlicher Teil der Welt. Erst später habe ich gemerkt, dass das alles gar nicht so ist. Dann habe ich Theaterregie studiert und das war grauenhaft.

Nach einem Jahr Dramenprozessor, worauf wirst du zurückblicken?

Auf eine aufreibende, lehrreiche, inspirierende Zeit.

Welche Verantwortung spürst du beim Schreiben – und gegenüber wem?

Den Text so gut zu machen, wie er sein kann. Aus Verantwortung gegenüber dem Text selber. Und vielleicht gegenüber meiner Grossmutter. Weil ich viele Möglichkeiten habe, die sie nicht hatte und dazu gehört die Möglichkeit zu schreiben. Dem bin ich mir sehr bewusst.

Welches Buch liegt neben deinem Bett/ auf deinem Nachttisch?

Nachttisch Anna

Welcher Song läuft im Hintergrund?

Wolfgang Amadeus Mozart, Piano Concerto No. 24 in C Minor, K. 491, Géza Anda & Camerata Academica des Mozarteums Salzburg