WHERE IS HOME?

The Albanians, the Serbs, the Hungarian, the Swiss and some other little details Or WHERE IS HOME?

Was bedeutet es, in mehreren Gesellschaften zu leben oder aufgewachsen zu sein? Wie beeinflusst diese transkulturelle Mobilität das eigene Leben? Was heisst überhaupt Heimat und wie manifestiert sich diese im Alltag? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt «The Albanians, the Serbs, the Hungarian, the Swiss and some other little details Or WHERE IS HOME?» – eine Kooperation zwischen dem Schlachthaus Theater (Bern), Theater Winkelwiese (Zürich), Qendra Multimedia (Kosovo) und Kosztolányi Dezső (Serbien).

Über einen Zeitraum von vier Jahren wollen Theaterschaffende, die in der Schweiz, dem Kosovo und Serbien leben (oder von dort stammen) die Weichen für eine sprach- und kulturübergreifende Zusammenarbeit schaffen und dabei zwei Theaterproduktionen (2020 und 2021) erarbeiten. Im Juni 2019 fällt mit dem künstlerischen Workshop «Where is home?» in Prishtina (Kosovo) der Startschuss für das Langzeitprojekt. 

Erfahrungen von biographischer und beruflicher Mobilität, Mehrsprachigkeit und interkulturellem Zusammenleben sind ein globales Phänomen und vor allem in den Ländern des Westbalkan virulent. Denn spätestens seit den 1990er Jahren erlebt die Region eine exponentiell ansteigende Migration: So wandern allein aus Serbien jährlich beinah 50‘000 Menschen aus, um in Westeuropa oder Übersee eine neue Heimat zu finden. Auch im Kosovo findet jüngst die höchste Migrationsbewegung nach Westeuropa seit den kriegerischen Konflikten vor 20 Jahren statt. Doch was sind die Beweggründe das Herkunftsland zu verlassen? Oder umgekehrt: Was sind Gründe, dorthin zurückzukehren? 

Mit der Frage nach kultureller Herkunft und deren Bedeutung beschäftigt sich die von Pro Helvetia geförderte Zusammenarbeit der vier Produktionshäuser. Ziel ist es, die bereits bestehende Kollaboration von Maike Lex (Schlachthaus), Manuel Bürgin (Winkelwiese) und Jeton Neziraj (Qendra Multimedia) um András Urban (Kosztolányi Dezső) sowie weitere Partner*innen in der Schweiz und in den Ländern des Westbalkan auszubauen und damit eine nachhaltige künstlerische Kooperation über die blosse Projektarbeit hinaus zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie unterschiedliche Lebenserfahrungen, künstlerische Überzeugungen, kulturelle Prägungen und nicht zuletzt Sprachen überwunden werden können, um eine transnationale Produktion mit der notwendigen Zeit und Sorgfalt zu entwickeln.

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Kontakt:

Alexandra Portmann
Dramaturgische Mitarbeit und Projektkoordination
alexandra.portmann@schlachthaus.ch