Helen W.

von und mit Aurore Jecker

Französisch mit deutschen Übertiteln

In einem skurrilen Dia-Abend berichtet Aurore Jecker von ihrer Suche nach einer Unbekannten. An einem Festival wurde sie von mehreren Personen auf ihre unglaubliche Ähnlichkeit mit einer gewissen Helen W. angesprochen: eine Frau, die im Kanton Fribourg aufgewachsen ist, in Basel in einem Museum arbeitet, skatet und sehr sympathisch sei. Ist Helen W. etwa eine bessere Version von ihr selbst? Aurore Jecker stellt Nachforschungen an und begibt sich auf die Suche nach Helen W. Sie entscheidet sich, zu Fuss von Fribourg nach Basel zu wandern und ihre Doppelgängerin ausfindig zu machen. Ihr Weg verzweigt sich immer mehr in Umwege und Irrwege, die sie in zahlreichen Fotos dokumentiert. Zunehmend trifft sie merkwürdige Entscheidungen und die Suche nach dem Alter Ego grenzt immer mehr an Stalking.

Mit spielerischer Leichtigkeit und Humor vermischt Aurore Jecker unglaubliche Zufälle, seltsame Situationen und mit Bedeutung aufgeladene Orte zu einem tiefsinnigen Stück über Identität und Phantasma, über Dichtung und Wahrheit. Aurore Jecker ist eine hinreissende Erzählerin, die mit Bravour die Kunst des Storytellings beherrscht: sich zu erzählen, seine eigene Geschichte zu schreiben und seinen persönlichen Mythos zu kreieren. «Helen W.», ihr erstes Soloprojekt, gewann 2018 den 2. Platz bei PREMIO, dem Nachwuchspreis für Theater und Tanz.

Konzept/Spiel Aurore Jecker Beratung Alain Borek Technik Lola Rosarot Produktionsleitung Sarah Frund Koproduktion PREMIO, Festival Belluard Bollwerk International, Sélection suisse en Avignon, Tojo Theater Reitschule Bern Gefördert durch Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung, Migros-Kulturprozent

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