Edward Snowden steht hinterm Fenster und weckt Birnen ein

Bues/Mezger/Schwabenland

«Auch wenn die Übertragung klappt, ist da zunehmend Distanz.»

Lindsay Mills posiert gern leichtbekleidet vor Sonnenuntergängen, räkelt sich an der Stange und hat kein Problem damit, sich zu zeigen. Nur hängt sie leider im Einfamilienhausexil fest. Ausserdem kann ihr Freund gerade nicht weg aus Moskau. Deshalb bleibt ihr nur das Skypen über schlechte Internetverbindungen. Und ach ja: der Freund heisst Edward Snowden. 
Nach «Als ich einmal tot war und Martin L. Gore mich nicht besuchen kam» stellen Bues/Mezger/Schwabenland im zweiten Teil ihrer «Trilogie der Freiheit» verspielt und schonungslos die Frage: Wie verändert sich Intimität im Zeitalter der globalen Vernetzung und der permanenten Überwachung?

Bues/Mezger/Schwabenland sind die Regisseurin Marie Bues, der Autor Daniel Mezger und der Schauspieler Dennis Schwabenland. Ausgehend von Helden der Jetztzeit entwickeln sie ein zeitgenössisches Autorentheater, das mit den Mythen unserer Zeit spielt und ihnen eine fiktionale Stimme verleiht.

Fotos: Manu Friederich

Regie Marie Bues Mit Katharina Behrens, Dennis Schwabenland Text Daniel Mezger Live-Musik Christine Hasler Bühne und Kostüme Heike Mondschein Video Elvira Isenring Dramaturgie Martin Bieri Technik Tonio Finkam Produktionsleitung Annette von Goumoëns Produktion Bues/Mezger/Schwabenland Koproduktion Schlachthaus Theater Bern, Theater Rampe Stuttgart, Theater Winkelwiese Gefördert durch Kultur Stadt Bern, Amt für Kultur Kanton Bern, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Burgergemeinde Bern, Migros-Kulturprozent, Ernst Göhner Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Fondation Nestlé pour l’Art, Schweizerische Interpretenstiftung

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