Perplex

Marius von Mayenburg

fulminant

Eva und Robert kommen aus den Ferien zurück. Irgendetwas ist beunruhigend anders. Woher kommt die neue Topfpflanze? Warum funktioniert das Licht nicht mehr? Ist das überhaupt ihre Wohnung? Anscheinend nicht, denn das befreundete Paar, das sich um die Pflanzen hätte kümmern sollen, setzt die beiden kurzerhand vor die Tür. Damit beginnt ein alptraumhafter Reigen, in dem die kleine, bürgerliche Welt der vier Protagonisten mehr und mehr aus den Fugen gerät. Von Szene zu Szene vollziehen sich surreale Verschiebungen. Beziehungen lösen sich auf und setzen sich überraschend neu zusammen. Man spannt einander die Partner aus, fällt übereinander her, ohne Rücksicht auf Verluste. Dabei wird über jede noch so grosse Katastrophe hinweg unablässig und lebhaft Normalität behauptet. Ein fulminantes, alptraumhaftes und sehr komisches Stück über die Auflösung letzter sozialer Sicherheiten und die Unberechenbarkeit der Wirklichkeit. 

Seit «Feuergesicht» (Kleist-Förderpreis 1997) und der Nominierung durch die Fachzeitschrift Theater heute zum Nachwuchsautor des Jahres 1999 zählt Marius von Mayenburg zu den meist inszenierten Dramatikern seiner Generation. Mit nüchternem Blick seziert er in seinen Stücken zwischenmenschliche Beziehungen und hinterfragt zweifelhafte Normalitäten. Mit «Der Hässliche» und «Der Hund, die Nacht und das Messer» wurden bereits in vergangenen Spielzeiten zwei seiner Stücke erfolgreich am Theater Winkelwiese 

Regie Manuel Bürgin Mit Nicolas Bathyany, Vivianne Mösli, Dominique Müller, Elisabeth Rolli Bühne und Kostüme Luisa Beeli Licht und Technik Tashi-Yves Dobler López und Paul Schuler Eigenproduktion Theater Winkelwiese Gefördert durch MIGROS-KULTURPROZENT, SIS Schweizerische Interpretenstiftung, Walter Haefner Stiftung (Stand Mai 2017) Afführungsrechte Henschel Schauspiel, Berlin 

Vorstellungen

Sa, 21.10.2017
20:00

Im Anschluss an diese Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit den Beteiligten statt.